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Tauchen in Pula

Das Leben an der Küste Istriens wurde schon immer vom Meer geprägt, besonders in Pula, wo die alte Küstenstadt die Bucht von Istrien seit Jahrhunderten vor Plünderern geschützt hat. Heutzutage ist der Tauchtourismus für die Region sehr bedeutend. Aus aller Welt kommen Taucher zu den Gewässern vor der Südwestküste Istriens, um die vielen Unterwasserstandorte zu erforschen, wie z.B. Fraškerić. Das artenreiche Leben unter Wasser und die spektakulären Höhlen machen dieses Riff zu einem der schönsten der Westküste Istriens. Ebenso das Kap Rakovica, wo Sie auf ein altes römisches Schiffswrack und Höhlen stoßen, die von einer unglaublich farbenfrohen Pflanzen- und Tierwelt belebt werden. Unterwasserwände bieten oftmals die größte Vielfalt an Meeresleben, und die an einem Hotelstrand gelegene Svjetionik, oder auch 'Der Leuchtturm' genannte Wand, wird Sie nicht enttäuschen. Hummer, Krebse und Aale sind an dieser 100 Meter langen Unterwasserwand zuhause. In Topovi finden sich die Überreste eines alten venezianischen Schiffes mit drei gut erhaltenen Kanonen. Es handelt sich hierbei lediglich um eines der vierzehn Schiffswracks, u.a. Zerstörer, Handelsschiffe und Minensuchboote, die von den Tauchzentren in und um Pula entdeckt werden können. Eines der größten gesunkenen Schiffe ist die Josephine, ein im Jahre 1864 erbautes Frachtdampfschiff, das 50 Jahre nach seinem Stapellauf auf eine Mine stieß. Hier können erfahrene Taucher auf Entdeckungsgang gehen. In der Nähe des Urlaubsstrandes Stoja zeigt das deutsche U-Boot U-81 aus dem Zweiten Weltkrieg in 35 Metern Tiefe ein eindrucksvolles Bild. Es ist nur eine der vielen Überraschungen, die sich Unterwasserabenteurern vor der Küste Kroatiens bieten.
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U-Boot

U-Boot

Ende des II. Weltkriegs wurde auf offenem Meer vor dem Badeort Stoja in Pula eines von sieben deutschen U-Booten, welche sie selber unmittelbar vor Beendigung des Krieges versenkt haben, versenkt. Das U-Boot ist nicht komplett, es wurde nur sein Heckteil gefunden, welcher offen ist, und direkt auf dem U-Boot sind noch Überreste an Militärmaterial und Luftöffnungen sichtbar. Aufgrund der Nähe zur Küste ist das Tauchen auch bei erschwerten Wetterbedingungen möglich.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

Remorker

Remorker

Das Schleppschiff, versenkt in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, war zur Unterstützung beim Manövrieren größerer Schiffe in Häfen bestimmt. Aufgrund der relativ kleinen Größe ist ein Zugang zum Wrack nicht möglich, sondern das Tauchen wird ausschließlich um dieses herum abgewickelt. Die größte Attraktion stellen die Fische dar, welche dieses kleine, aber aufgrund des Reichtums an Fischfond, sehr interessante Wrack günstig für alle Taucher machen, welche gerade erst die Tauchtechniken auf Wracks oder in größeren Tiefen erlernt haben.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

Varese

Varese

Das italienische Handelsdampfschiff Varese ist im Jahr 1915 gesunken, als es eine Fracht aus Triest nach Tunis beförderte. Wegen des großen Unwetters, welches in dieser Zeit an der nördlichen Adria herrschte, entschloss sich der Kapitän dazu, sich im Hafen von Pula in Sicherheit zu bringen. Während er zum Hafen von Pula schiffte, traf er auf eine Miene, welche den Bug sprengte und das Schiff versank am Ort, an welchem es sich auch heute befindet.Während des Tauchens kann man in das Wrack eintauchen, welches ausreichend breit und entlang seiner gesamte Länge sicher ist.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

John Gilmore

John Gilmore

Dieses Handelsdampfschiff von unbekanntem Namen, hat durch seine Geschichte hindurch mehrmals seine Besitzer und seine Fahnen gewechselt, deshalb kann man nicht mit Sicherheit dessen letzten Namen bestimmen. Man betrachtet es als eines der ersten Schiffe, welches auf dem Gebiet Istriens Anfang des I. Weltkriegs unterging.Daten sprechen davon, dass es in einer englischen Schiffswerft erbaut wurde und mit Motoren von J. Gilmore ausgestattet war, aufgrund welcher es auch seinen Namen bekam. Es ist ein Zugang direkt in das Wrack, welches gut erhalten ist, möglich.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

Josephine

Josephine

Das Frachtdampfschiff in Besitz der österreichisch-ungarischen Handelsmarine, erbaut im Jahre 1864, ist ca. fünfzig Jahre später versunken, als es während der Fahrt nach Triest auf eine Miene stieß. Von der Stärke der Explosion hat sich der Bug vom Rest des Rumpfs getrennt, welcher in unweiter Ferne vom Rest des Schiffes liegt. Das Schiffswrack liegt in aufrechter Position, und das Tauchen ist durch Zugang in dessen vereinzelte Teile möglich.Einige wenige Fischernetze, welche sich auf dem Wrack befinden, bereichern den Gesamteindruck und stellen keinerlei Gefahr dar.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

Draga

Draga

Draga war ein Arbeitsschiff für das Ausheben von Sand vom Meeresgrund. Es ist in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gesunken, aufgrund von Überlastung und schlechtem Wetter, worauf ein Brechen des Bugteils und Durchdringen des Wassers folgte. Dieses Schiffswrack stellt aufgrund des Fischreichtums ein besonderes Erlebnis dar. Von den restlichen Bewohnern des Wracks sind hier am häufigsten Aale, Drachenköpfe, Krabben und Meereskatzen. Um das Wrack herum kann man auch auf eine reichliche Pflanzen- und Tierwelt des Meeres treffen.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

Flamingo

Flamingo

Das italienische Schiff Flamingo war, direkt vor dem Untergang, mit zwei Bugtorpedos bewaffnet. Erbaut im fernen Jahr 1889, untergegangen im Jahr 1914 durch Treffen einer eigenen Miene. Der Kapitän J. O. Krieg schaffte es, ein Lichtsignal für Hilfe zu senden und das Rettungsboot herunterzulassen. Aufgrund des starken Sturms und den großen Wellen wurde bald auch das Rettungsboot zerstört, sodass die Besatzung mit dem Meer und dem Unwetter kämpfen musste.Heute befindet sich das Flamingo in der Stille der Meerestiefe, und dessen treue Besucher sind, neben den Tauchern, eine Vielzahl an Fischen und Krebsen.

text: Željko Kamerla in Zusammenarbeit mit den Tauchcentern in Istrien

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